sirtaro bruno hahn

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Buddhas in träumenden Steinen

KingFisher

Sri Lanka hat viele Orte von einzigartiger Ausstrahlung. Der quarzreiche kristalline Boden und die natürlichen Energiefelder, die von den gewaltigen Steinen in der Landschaft erzeugt werden, erschaffen besondere Kraftgefüge. Tempel und Figuren aus Stein entfalten mit ihrer Gestik und Symbolik in den natürlichen Räumen ihre spirituelle Botschaft. Dazu kommen hoch schwingende Felder, die durch die Praxis von Meditation und Ritualen entstehen. Sie bauten sich im Laufe vieler Jahrhunderte auf und vergeistigen die heiligen Orte immer mehr. Die folgenden Zeilen handeln von Buduruwagala, einem Ort im Süden der Insel mit Figuren aus Stein, die auf besondere Weise berühren.

Landschaft

Ein schöner Weg führt vorbei an ursprünglichen Seen durch eine märchenhafte Landschaft. Unvermittelt trifft man auf eine Felswand und blickt auf erhabene Figuren im Granit. Die Statuen wirken schon von weitem traumhaft lebendig und außergewöhnlich empfindsam. Man muss kein Buddhist sein, um dem Zauber dieses Ortes zu erliegen.

00-Buddha

Wann und von wem die Felsbilder erschaffen wurden, weiß heute niemand mehr. Farb- und Mörtelreste erzählen von einer längst vergangenen farbigen Gestaltung und von unterschiedlichen Fertigungsstilen der einzelnen Figurengruppen. Vermutlich sind sie in verschiedenen Phasen zwischen den Jahren 500 und 1000 entstanden. Es ist kein Zufall, dass es über diesen heiligen Ort keine historischen Aufzeichnungen gibt. Denn in Sri Lanka praktiziert man mit Stolz die ursprünglichste aller buddhistischen Traditionen, das Theravada. Die Felsfiguren hingegen weisen auf die tantrische Mahayana-Strömung, eine unerwünschte „Neuerung“.

01-Buddha

Sieben Figuren haben sich in drei Gruppierungen an dem Granitfelsen niedergelassen. Im Zentrum steht das imposante Bildnis des historischen Shakyamuni-Buddhas, mit 17 Metern die größte in Fels gearbeitete Statue weit und breit. Seine mystische Handgeste ist das Abhaya-Mudra und bedeutet Transformation und die Auflösung von Ängsten. Dadurch kann dem Suchenden göttlicher Schutz und Glückseligkeit zuteilwerden.

06-Buddha

Die weiße Statue ist Avalokiteshvara, der Bodhisattva des umfassenden Mitgefühls. Als Bodhisattva strebt er nach höchster Erkenntnis und Buddhaschaft, um allen Wesen zu dienen und sie aus dem ewigen Kreislauf der Verkörperungen zu erlösen.

02-Buddha

Zu seiner Rechten sehen wir Tara, die Retterin vor den Gefahren der entfesselten Natur. Sie gilt als Essenz des barmherzigen Mitgefühls, denn sie entstammt den Tränen Avalokiteshvaras, die er aus Mitgefühl mit dem Leiden aller verkörperten Wesen vergoss. Als sich seine Tränen zu einem See vereinten, tauchte aus den Tiefen eine Lotusblüte auf, aus der die Tara stieg, um den Kummer und die Leiden aller Lebewesen zu lindern.

Zur Linken steht Prinz Sudhana. Seine unbedingte Wahrheitssuche soll einen guten Einfluss auf die Orientierung jugendlicher Menschen ausüben.

03-Buddha

Etwas abgelegen finden wir rechts am Felsen 3 Figuren in einer Gruppe in einer außergewöhnlich freilassenden Stimmung.

05-Buddha

Wen die weibliche Figur darstellt, weiß man heute nicht mehr. Arme und Körper sind weitgehend zerstört, doch in ihrer friedvollen Ausstrahlung begegnet kann man einem Ausdruck grenzenloser Barmherzigkeit.

04-Buddha

Die rechte Figur verkörpert die Tatkraft aller Buddhas. Sie schützt die Gruppe mit dem Donnerkeil Vajra, auch Dorje genannt, in seiner Linken. Dieses mächtige Werkzeug gründet in einem Blitzstrahl des Gottes Indra und kann nicht nur zerstörend, sondern auch heilend eingesetzt werden.

07-Buddha

In der Mitte steht Maitreya, der zukünftige Buddha und kommende Weltenlehrer. Er wird sich verkörpern, um die buddhistische Lehre zu erneuern. Manches wird er verwerfen, anderes ergreifen und neu ordnen, um allen Suchenden einen neuen Weg zum Erwachen zu öffnen. Als Buddha der Zukunft ist der Maitreya für die meisten buddhistischen Strömungen ein Hoffnungsträger.

 08-Buddha

Die Sprache seiner Hände berührt beim Betrachten im Innersten. Mit beiden Händen zeigt er das Kataka-Hasta, eine Geste des Blumenhaltens. Sie weist auch auf das Wesen der hier nicht sehbaren Blüte. Meistens ist das der Lotus, der sich aus dem Schlamm in göttlicher Reinheit erhebt.

Lotus

Die Geste ist also eine Aufforderung, das Ideal des Lotus in der täglichen Meditation zu bewegen. Der physische Lotus findet in der Bionik wissenschaftliche Beachtung. In den Eigenschaften der Oberfläche sucht man das Geheimnis des Lotus-Effektes, das Abperlen jeglichen Schmutzes. Der spirituelle Sucher erforscht den Lotus auf der seelischen Ebene, insbesondere die Fähigkeit, seelisch emotionalen Schmutz abperlen zu lassen, um Geist und Seele rein und unbeschadet durch die Begegnungen und Ereignisse des alltäglichen Lebens zu führen.

 

 

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Die fließenden Bewegungen der Erde kann man in den Felsen von Gal Viharaya gut nachvollziehen. Das erstarrte Fließen findet in der zeitlosen Ruhe der Buddha Figuren eine kunstvolle Erhöhung. Wenn friedvolles Gewahrsein des Geistes einen Abdruck in der Materie finden kann, so sicherlich in dieser einzigartigen Verschmelzung von Natur und Kunst an diesem begnadeten Ort.

Auf dem Höhepunkt der Bildhauerkunst ließ König Parakramabahu I. diese Figurengruppe im 12ten Jhd. in die Felsen bei Polonnaruwa in Sri Lanka meißeln. Seit 1982 gehören sie zum Weltkulturerbe der UNESCO.

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